Tigerschnegel die schönsten Nacktschnecken

Der Tigerschnegel – Schädling oder Nützling?

Tigerschnegel sind eine Gattung innerhalb der Gruppe der Landlungenschnecken. Es sind Großschnegel. Dass bedeutet, dass alle Schnegelarten der Nacktschneckenfamilie angehörig sind. Sie besitzen kein „Häuschen“, lediglich ein sogenanntes Mantelschild auf dem vorderen Rücken nach dem Kopf. Man nennt diesen Gehäuserest „Rudiment“. Dazu ein Beispiel. Beim Menschen ist das heute die Körperbehaarung, damals das Fell. Das Rudiment des Tigerschnegels besitzt eine kleine und klar abgegrenzte Schale darin. Diese Schale ist zur wichtigen Kalkspeicherung da. Tigerschnegel wurden durch den Menschen eingeführt, und sind Kulturfolger, so wie die bekannte und weit gefürchtete braune „Spanische Wegschnecke“. Sehr oft ist der Tigerschnegel in unseren Gärten zu beobachten, obwohl er doch einst in den Wäldern Mitteleuropas lebte.

Lebensweise

tigerschnegel limaxFrisch geschlüpfte Tigerschnegel fressen in den ersten 10-15 Tagen verrottete faule Pflanzenreste. Und nun kommt der Hammer, weil viele Ihn für einen Nützling halten, da er ja andere Nacktschnecken räuberisch vertilgt. Das mag teilweise stimmen, da er auch Fleisch und Aas frisst! Wenn aber in seiner Entwicklung Pflanzenreste nicht mehr reichen, geht dieser Fiesling, wie seine Kollegen (braune Nacktschnecke und genetzte Ackerschnecke) auch an Ihr Gemüse ran.

Er zerstörte bei mir im Garten beinahe jede junge Kartoffelpflanze im Beet. Es standen nur noch die Stängel der Pflanzen da. Alle Blätter waren weggefressen!  Denn ich fand, samt seiner Bande, auch Ihn an meinen Pflanzen. Auch Kürbis, Gurken und Tomaten fallen diesem Schädling zum Opfer. Besonders lieben Sie Kirschen, Pfirsische, Zwetschgen oder süße Pflaumen. Erdbeeren sind besonders lecker!

Biologie

Die Paarung dieser Tiere vollzieht sich von Juli bis September. Jedem bekannt ist auch, dass Schnecken Zwitter sind. Sie bringen weiblicheLimax Maximus wie männliche Geschlechtsorgane mit. Ganze vier Wochen nach dem Paarungsakt, den ich nicht weiter beschreiben möchte, weil diese Kriebel meine gesamten Pflanzen zertsört haben, legen diese ihre Eier in zahlreiche Gelege ab. Jede Schnecke legt 200 – 250 Eier! Hinzu kommt, dass Sie ein Alter von ca. 3 Jahren erreichen können, und so viel Zeit pro Schnecke vorhanden ist, um großen Schaden anrichten zu können. Ein Tigerschnegel hat ausgestreckt eine beachtliche Körperlänge von ca. 15cm. Seine Namensgebung verdankt er seiner gescheckten, tigerähnlichen Einfärbung entlang der Pückenpartie. Die Hauptkörperfarben reichen von grau bis braun hinein. Schön gezeichnet von Maximusstreifen,- bis tüpfelähnlichen Mustern, gibt es noch zwei hautfarbene große Fühler, dort wo sich die Augen am Ende befinden.

Er hat wie jede Nacktschnecke auch, eine Atemöffnung, die sich rechts befindet. „Limax Maximus“ wie er so schön heißt, kann man nur nachts beobachten, weil er dann seine Verstecke verlässt und auf Beutezug geht. Sie lieben feucht-warme Wetterverhältnisse und schlagen dann erbarmungslos zu, wenn jeder Kleingärtner schläft und nichts vom Unheil im Garten ahnt. Letztendlich richtet diese Schneckenart genau so viel Schaden an, wie seine Verwandten. Viele werden hoffen und meinen, dass er sich nicht so stark ausbreiten wird, wie die anderen Weggefährten seiner Art. Denn er ist ja nicht so zahlreich vertreten wie die anderen.

„Bekämpfung“

Maximus der TigerMan muss ihn nicht gleich töten, einsammeln und umsetzen geht auch!  Es sind ja nicht viele da, die ihre Bahnen durch die Gärten ziehen. Stellen Sie Schneckenzäune auf, dass hilft genauso gut wie Schneckenkorn streuen. Ja, das ist gemein. Die Wirkstoffe im Korn lassen die Schnecken dann schnell vertrocknen, weil die enthaltenen Wirkstoffe viel Schleimabsonderung begünstigen. Dennoch muss man anmerken und bedenken, dass diese Art der NacktschTigerschnegel L.Maximusnegel in manchen Teilen Deutschlands als „potentiell gefährdet“ eingestuft ist!

 

Ja, wieder eine vom Aussterben bedrohte Tierart, die sich in die rote Liste eintragen lassen kann – irgendwann.

Deswegen ehrte man den Tigerschnegel im Jahr 2005 als „Weichtier des Jahres“! Also ein eigentlich armer Kerl, der Tigerschnegel. Und nun kommt die Ideologie an der Sache. Denn wir Menschen haben ihn aus seinem natürlich lange bewohnten Lebensraum gerissen und beschweren uns nun über die Schäden! Wer ist also Schuld? Der Tigerschnegel? Hm…..

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