Die Ameise

Ameisen, die wahren Riesen und Arbeitssüchtler im Wald

ant-947402_640Unsere Ameisen auf der Welt, sind wirklich die wahren und kostbaren Erfolgsinsekten. Rund 11 Billiarden solcher „Riesen“ leben von ihnen auf der Erde. Dann wäre laut Schätzung der Experten, jedes hundertste Tier eine Ameise, mit ca. 20.000 Arten, von denen bei uns in Europa nur etwa 200 vorkommen. Ein Grund für den großen Erfolg dieser Tiere ist, dass diese „Arbeitssüchtler“ in gut organisierten Staaten leben. Dabei kann die Anzahl in einem Volk bis zu mehrerer Millionen Exemplare sein.

Die Ameisenkönigin hat trotz ihrer hohen Stellung die härteste Arbeit zu erledigen. Sie legt vom Frühjahr bis hinein in den Herbst ununterbrochen Eier. Bis zu 20 Jahre alt kann eine Königin aus der Gattung der „Roten Wald – Ameise“ werden. In dieser Zeit legt Sie rund 100 Millionen Eier, das entspricht mehr als 100 pro Tag.

ant-564617_640Ohne unsere Ameisen, wären weite Landstriche karg und nur wenig begrünt. Diese „Landschaftsgärtner“ lockern nämlich in ihren Gängen und Tunneln den Boden auf, bereiten den Pflanzen so gute Bodenbeschaffenheiten damit diese besser und leichter Wurzeln schlagen können. So entsteht durch diese Art von Umschichtung der kost,- und fruchtbare Humus. Ebenso verbreitet sich so der Samen von Pflanzen aller Arten in ganze Landstriche. Waldameisen tragen so runde 150 Pflanzenarten durch die Gegenden. Sie säubern unsere Wälder und transportieren tote Tiere ab. Da Ameisen Räuber sind, vertilgen sie hilfreich Schädlinge in sehr großen Mengen. Aber auch sie selbst sind die Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten, wie Vögel, Kröten, Eidechsen oder auch Spinnen etc.

Entwicklungstadien einer Ameise

ant-954015_640Die gelegten Eier…

…sind so winzig, dass diese von einer ausgewachsenen Ameisen-Arbeiterin mit ihren Mandibeln (Mundwerkzeuge) vollständig umschlossen werden können. Transparent bis weiß sehen diese Eier aus, und gehen leicht in gelbe Farben. Klebrig und glatt von der Substanz her, werden diese Eier zu mehreren „Eipaketen“ behütet, von A nach B getragen und umsorgt.

Die Larven…

…sind madenförmig-gelblich, besitzen 14 Segmente und bewegen sich mehr oder weniger je nach Gattung „lebhaft“. Da die Larven der Ameisen keine Beine haben, können diese sich auch nicht wirklich bewegen. Im Gegensatz zu den Käferlarven – die Beine haben. Ihr Körper ist sehr weich und mit Haaren versehen. Da sich in diesem Statium der Entwicklung einer Ameise das gesamte Wachstum bezieht, benötigen diese eiweißhaltige Nahrung, und davon reichlich. 

ant-1148816_640Im Puppenstadium…

…nimmt die werdende Ameise gar keine Nahrung mehr auf. Sie entwickelt sich weiter und weiter, und verharrt. Je nach Art folgt die Verpuppung. Dies geschieht durch ein Spinndrüsensekret in der Unterlippe dieser Tiere. Mit der Zeit wird der Kokon immer dunkler und zeigt einen schwarzen Fleck. Nun ist zwischen Darm und Magen keine „Lücke“ mehr, und es kann Kot ausgeschieden werden. Auch jetzt erst kann man einzelne Kasten (klar abgrenzbare Gruppe von Individuen innerhalb eines Tierstaates) durch Größe auseinander halten.

Die erwachsene Ameise…

…die nun frisch geschlüpft ist, noch ziemlich blass ausschaut, hat auch noch eine eher weiche Haut. Diese wird sich aber mit der Zeit bald verhärten und ausfärben. Nun ist es vollbracht, die junge Ameise hat ihre volle Größe erreicht. Leider kann man nicht mehr erkennen ob sie alt oder jung ist. Nun besteht die Aufgabe der jungen Ameise darin, je nach Kaste in die sie geboren wurde, ihrer ant-1373582_640Bestimmung nachzugehen.

Hier einige Rekorde, die kein Tier je übertroffen hat!

7 Ameisen-Rekorde – Schon gewusst?

1. Die Biomasse aller Ameisen auf der Erde umfasst mehr als die Hälfte der Gesamtbiomasse aller anderen Insektenarten zusammen.

2. Die Vermessung eines Nestes von Blattschneiderameisen ergab eine Tiefe von acht Metern unterhalb des Erdbodens und eine Gesamtfläche von sagenhaften 50 m2.ant-violet-1405757_640

3. Eine Ameisenkolonie kann innerhalb von sechs Jahren 1900 Kammern anlegen. Dafür müssen rund 40 Tonnen Erde aus den und 6 Tonnen Blattstücke in die Kammern gebracht werden.

4. Eine sibirische Ameisenart überwintert in einer Art Kältestarre bei Temperaturen unter -40 °C.

5. Weberameisen können sich auf glatten Oberflächen so stark festhalten, dass fast das 200-fache ihres Körpergewichtes nötig ist, um sie zu lösen.

6.  Wüstenameisen halten unter den Ameisen mit circa einem Meter pro Sekunde den Geschwindigkeitsrekord in der Fortbewegung.

7.  Die Schnappkieferameise kann ihre Kiefer derart schnell schließen, dass sie sich vor Fressfeinden wegkatapultieren kann.

Ameisen im Kompost wollen Sie nicht? Das können Sie tun!Ameisen im Kompost unerwünscht?

Wenn Ihr Kompost im Garten einen Ameisenstaat beinhaltet, und Sie die nützlichen und wichtigen Tiere, was sie nun mal sind, nicht dort haben wollen, hilft eine volle Gießkanne! Ameisen lieben es nämlich trocken und warm! Auch hier sind die Ameisen sehr nützlich für Sie. Sie zeigen mit Ihrem Besuch im Kompost an, dass dieser viel zu trocken ist. Und das darf er nicht sein. Also danken Sie den „kleinen Riesen“,  Sie wollten Ihnen nur sagen, dass durch die Trockenheit der gesamte Verrottungsprozess im Kompost zum Erliegen gekommen ist. Also schön feucht halten, oder die Variante Duftpflanzen wie Lavendel streuen, den mögen sie nicht riechen und hauen ab! Kaffeesatz streuen geht auch..  😉

Ameisen im Gewächshaus

Sie wollen auch im Gewächshaus keine Ameisenkolonienen haben, dann helfen schon einfache Hausmittelchen gegen diese kleinen Insekten. Bauen Sie einfach entlang der Wege und Straßen der Ameisen einen alten ausgedienten Blumentopf auf. Dieser ist gefüllt mit Holzspänen. Nach ein paar Tagen dann, ziehen die Ameisen samt Ihrer Brut dort ein und nehmen diese Ausweichbehausung an. Jetzt können Sie den Topf an einen anderen Ort aufstellen, wo die Tiere Sie nicht stören.

Das mögen Ameisen überhaupt nicht

Ein paar Lavendelblüten, Zitrusfrüchte: Zum Beispiel Schalenteile von Zitronen oder Orangen, ein bis drei Gewürznelken und einen viertel Teelöffel scharfes Chillipulver. Ameisen nehmen dann die Flucht in Angriff, wenn sie die Öle (ätherische Öle) riechen. Eine Stange stark riechender Zimt reicht auch zu. Denn Zimt mögen Ameisen auch nicht. Mit dem Auslegen dieser natürlichen Blokaden schaffen Sie Ruhe in ihrem Gewächshaus. Eine sinnfreie Methode ist ein Glas Bier – Honiggemisch. Es lockt die Ameisen zwar an, ertrinken werden die Tiere darin aber nicht. Im Gegenteil: Sie schaffen so eine leckere und abwechlungsreiche Nahrungsquelle. Ein ganzer Ameisenstaat aus Millionen Tieren passt nicht in solch ein Glas! Drei bis vier Tiere können schon einmal da rein fallen, dass war es dann aber auch schon. Denn was die Bahnen der Ameisen kreuzt und versperrt wird immer inspiziert! Also ist egal was dort und da im Weg liegt. Also völliger Quatsch und Humbuck was manche im Netz schreiben. Und wer Verstand hat und Naturfreund ist verzichtet voll auf chemische Mittel! Jedes Kind weiß, wie wichtig diese Tiere sind. Ameisen gehören einfach dazu, richtige Gärtner stören sich nicht an diesen Nützlingen.

 

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1 Antwort

  1. Fachberater Hagemann sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Ich habe den Beitrag in unserer Gartensparte ausgehangen. Die Downloadfunktion ist eine gute Sache. Dankeschön, viele Grüße von allen Kleingärtnern, Fachberater Steffen Hagemann.

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