Rund um den Rasen – Tipps zur Rasenpflege

Der Rasen…Landschaftswiese

…ist einfach beschrieben ein gemischtes Grün, bestehend aus verschieden Gräsern. Deswegen ist in allen käuflichen Rasensorten eine unterschiedliche Mischung in der Packung drin. Denn auf diese kommt Grases an, weil auch die eigenen Ansprüche oder der Verwendungszweck berücksichtigt werden muss. Was für Rasen soll es also sein? Kunterbuntes Durcheinander, die feine englische Art, Sport,- oder Spielrasen für die Kinder, oder einfach nur grüne Wiese zum entspannten Liegen. Jeder Gärtner träumt davon, einen saftig grünen, edlen, dichten und zugleich pflegeleichten Rasen im eigenen Garten zu haben. Doch leider zu oft, hat der Nachbar eine schönere „Wiese“ wie Sie. Und dabei geben Sie sich nun wirklich alle Mühe! Sie wollen Ihren Nachbarn überbieten und sogar der „Sieger“ sein? Dann finden Sie bei mir einige hilfreiche Tipps rund um die schöne grüne Matte im Garten.

Die üblich erhältlichen Rasensorten im Handel

Sport,- Zier,- und der ganz normale Gebrauchsrasen gibt es in jedem gut sortierten Geschäft zu kaufen. Das sind die drei Grundrasensorten die fast jeder Gartenfreund kennt. Gräser benötigen leicht saure Böden, die einen pH-Wert zwischen 4-5 oder max. 6 bevorzugen.

  • Gebrauchsrasen grüne Wiese
  • mittlere bis starke Nutzung möglich
  • hohe Belastbarkeit
  • dichte Grasnarbe, nur wenig gemischte Sorten enthalten
  • bildet eher schwer kahle Stellen
  • relativ geringer Pflegeaufwand
  • Zierrasen
  • sehr hohe Dichte, hohe Trittfestigkeit
  • mittlerer Pflegeaufwand
  • ständig gleichbleibende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser nötig
  • lässt kaum Unkraut durch, weiches Gefühl beim darüber laufen
  • Sportrasen
  • gehört nicht in einen Klein,- oder Vorgarten, absolut ungeeignet für unerfahrene Gärtner

Mein Tipp: Die Auswahl der Rasensorte speziell für seine Ansprüche richtet sich auch nach der Anzahl der Personen die ihn betreten und benutzen. Deswegen muss die Belastbarkeit des „grünen Teppichs“ zugleich immer höher auRasentraktorsgelegt und eingeplant sein!

Für ein gesundes Wachstum

  • humoser Boden, locker und auch aktiv
  • viel Sonnenlicht
  • gute Belüftung
  • Mittelmaß an Feuchtigkeit finden
  • ausreichend Nährstoffe
  • nicht zu heiße Außentemperaturen

Die normale Rasenpflege

  • beginnt mit dem richtigen Mähen
  • mähen macht Unkraut „unsichtbar“ 😉
  • es verhindert das Wachsen unerwünschter Wildpflanzen und KräuterRasenpflege
  • in regelmäßigen Abständen wird das Wachstum gesteigert
  • im Frühjahr sollte einmal pro Woche gemäht werden
  • maximal zweimal Anfang Mai bis Ende Juni
  • in diesen Monaten ist der Wachstumsschub am größten
  • Vorsicht bei zu kurzem Gras, Boden trocknet aus und Wurzeln sterben ab
  • dafür eine Regel: im Licht 6-7cm, in schattiger Lage etwas um die 5cm Schnitthöhe
  • Blätter entfernen im Herbst, es entstehen so kahle faulige Stellen
  • regelmäßig Düngergabe
  • Wassergabe bei normaler Witterung zwei mal die Woche
  • Regel: ca. 14 Liter auf einen m²
  • regelmäßig Vertikutieren, entfernt Filz, regt Wachstum und Wurzelbildung an, es wird dadurch auch gut belüftet
  • neu angelegten Rasenflächen sollte man einen Erstschnitt ab mindestens 10cm Höhe zumuten!

Jeder kennt es selbst. Man kann sich noch so sehr anstrengen und den eigenen Rasen hegen und pflegen, dennoch wird er  krank und macht irgendwann auch Ihnen Probleme. Da hilft ständiges Rasenmähen wirklich wahre Wunder! Aber Sie sollten darauf achten, dass Sie vom vorherigen Schnitt nicht noch zusätzlich unterschneiden! Die Blätter brauchen noch etwas Luft für die Regeneration – die Photosynthese! Das ist wichtig, sonst stirbt der Rasen ab.aus Sicht einer Ameise

Was kann den Rasen verunstalten? Abhilfe hier!

  • Urin auf Rasen
  • Gegenmaßnahme: sofort reichlich Wasser drauf gießen
  • der Urin verteilt sich besser und richtet weniger Schaden an
  • ansonsten gelbe abgestorbene Flächen!
  • ggf. Nachsaat
  • Löwenzahn im Rasen
  • Gegenmaßnahme: unerwünschte Pflanze entfernen
  • dafür gibt es auch Geräte um die ganze Wurzel zu erwischen (Wurzel reicht 30cm tief)Löwenzahnsamen auf Wiese
  • vorbeugend einfach die Blüten entfernen, dass sich die Samen später nicht auf der ganzen Wiese verteilen können
  • weißer Klee im Rasen
  • bringt zwar Glück ist aber oft ungewollt
  • Gegenmaßnahme: es hilft eine Kalkung
  • Klee ist ein Anzeichen von Stickstoffmangel im Boden
  • wenig Kalken, das hilft besser als zu viel!
  • Schneeschimmelbefall
  • Gegenmaßnahme: Blätter weg im Herbst beugt dem Pilzbefall vor
  • Vertikutieren übers ganze Jahr wichtig
  • leichtes Einsanden und Aufnehmen
  • Rasenschnitthöhe etwas höher Weißer Kleeansetzen
  • im Herbst Stickstoffgabe reduzieren
  • gegen Ausbreitung des Pilzes Boden sauer halten
  • ggf. Nachsaaten im Frühjahr wenn erforderlich
  • kleine hellbraune Hutpilze im Rasen
  • Gegenmaßnahme: gründliche Rasenpflege
  • nicht über die Pilze mähen!
  • Sporen verteilen sich
  • abernten vor dem Mähen seltener Wasser geben, Pilze mögen es feucht
  • Pilzmitteldünger gezielt einsetzen
  • Moos im Rasen
  • Gegenmaßnahme: Vertikutieren, hilft aber nur bedingt
  • Verwendung eines gegen Moos gerichteten Rasen-Düngers
  • gut zu wissen: Moos verdrängt den Rasen nicht!
  • Moos wächst nur dort, wo kein Rasen mehr gedeihen kann!Wasserpilze
  • Verbesserung der Bodenbeschaffenheit ist erforderlich!

Der Rasen zum Nachbargarten

Durchaus kann es lästig sein, wenn zwei Gärten getrennt durch einen Zaun die Rasenpflege erheblich erschwert. Hierzu habe ich überall beobachten können, dass manche Kleingärtner den Rasenrand einfach so lange und viele Jahre mit der Harke bearbeiten und abtragen, bis sich eine tiefe Mulde oder ein kleines hübsches Bächlein bei Starkregen zeigt, dass dann sinnflutarMoos im Rasentig den Berg runter bricht.

Die andere Variante ist allerdings das Unkraut am Wiesenrand totzuspritzen. Viele arbeitsscheue Hobbygärtner schwören auf Pflanzenvernichtungsmittel für solche Zwecke. Diese sind jedoch mittlerweile Zwecks des Bienenschutzes verboten, andererseits sind die Mittel hochgradig krebserregend für uns Menschen!

Es handelt sich um Glyphosat. Deswegen tun Sie sich, Ihren Kindern und der Natur samt seiner Pracht solch ein Gift nicht an. Ein hübsch eingefasster grüner Teppich mit Rasensteinen oder ähnlichen Abgrenzungen schaut nicht nur schön aus, er birgt auch für die eigene Gesundheit keine Gefahr. Mit meinen Tipps wandeln Sie Ihre „Wilde-Wiese“ in eine gepflegte grüne Fläche um.

Was tun gegen Moos?

Ungenügende Pflege ist der Hauptgrund für eine starke Vermoosung des Rasens. Auch Staunässe, wenig Sonne, stark verdichteter Boden,Grabegabel, Rasen lüften unschöne Lücken im Rasen und zu tiefes Abmähen des Bodens schädigt den Rasen erheblich und lässt Moos freien Lauf zur Entfaltung. Zum großen Problem werden diese Auslöser, wenn einige zusammenspielen und gleichzeitig auf den Rasen einwirken. Wenn die Wiese zu ca. 70 % aus Moos besteht, hilft leider nichts außer eine komplette Neuanlage des grünen Teppichs. Abhilfe und wirksame Vorbeugung gegen Moos ist tiefgründiges Auflockern des Bodens. Beim Lehmboden werden durch das Auflockern mit einem Spaten oder einer Grabegabel Schlitze in die Oberfläche gebracht. Füllen Sie diese mit etwas Sand aus. Dadurch entsteht eine Drainage. Das überschüssige Wasser kann ablaufen. Eine Kalkung im zeitigen Frühjahr für das aktive Leben im Boden ist äußerst nützlich und sinnvoll. Auch das Vertikutieren des Rasens kann helfen. Hierbei werden aber tiefgründig die Wurzeln der Gräser nachhaltig verletzt oder zerstört. Wenn man das Laub im Herbst mit einem Laubbesen entfernt, ist das auch eine Art von Vertikutierung. 😉 Dabei wird schon recht viel Moos „abgekehrt“.

Mein Fazit

Selbst Unkraut jäten – anstatt Gifte zu versprühen, zeichnen den ordentlichen, vorbildlichen und verantwortungsbewußten Gärtner aus!

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