Ist der Rosenkäfer ein Schädling?

Haben Sie keine Angst vor dem Rosenkäfer!Rosenkäfer Foto

In vielen unserer deutschen Gegenden kommt der Rosenkäfer (Cetonia Aurata) mit seinem gold-grün schimmernden Aussehen vermehrt vor. Stundenlang hält er sich nicht nur an den Blüten der Rosen auf, sondern besucht auch sehr gerne den Holunder, Weißdorn, Hartriegel und Co. Nein, der Rosenkäfer ist kein Schädling!

Was frisst solch ein Käfer?

DRosenkäfer auf Blüteieser mittelgroße, faszinierende und liebenswerte Brummer ernährt sich vor allem nur von Pollen und leckerem Blütenstaub und trägt seinen Teil sogar zur Humusbildung im Garten bei. Auch faules Obst am Boden frisst er ab und zu gerne. Nicht nur am Boden liegendes Obst, sondern auch mal an einer Pflanze, wenn diese verdorbene oder nicht abgeerntete Früchte trägt. Ein Foto zeigt ein Exemplar dieser Gattung der Blatthornkäfer unten in der Bildergalerie an einem Heidelbeerstrauch. Dort sitzt ein Rosenkäfer und labt sich an der halb verdorbenen Heidelbeere. Diese Käferart ernährt sich von Flüssigkeiten, wie etwa von Pflanzensaft an Wunden von Bäumen oder vereinzelten Pflanzen.

Entwicklung und Flugzeit

Die Larven entwickeln sich in nicht humifizierter toter organischer Bodensubstanz und haben die typische GestalRosenkäfer 4377t von Engerlingen. Diese sind aber für die zerfressenen Wurzeln von Obstbäumen im Garten und derer Zerstörung nicht verantwortlich zu machen. Dabei dauert der Entwicklungsprozess von der Larve zur Puppe und schließlich zum Käfer gut zwei Jahre. Nach der Entwicklung zum fertigen Käfer, kann man den Rosenkäfer von April bis in den September/Oktober hinein im Garten umherschwirren sehen.

Artenvielfalt und Besonderheit des Rosenkäfers

Finden Sie nicht auch, dass dieser Käfer zu den schönsten Insekten unserer Heimat zählt? Es sind etwa 3000 Arten in ungefähr 400 Gattungen derzeit bekannt. Sehr auffällig ist diese Käferart im Flug zu beobachten. Seine Flügeldecken sind fest miteinander verwachsen und geben zum Flug nur eine Möglichkeit. Der Rosenkäfer muss seine Hinterflügel unter dem verwachsenen Panzer hervorschieben, damit ein Flug erst möglich werden kann. Aber das stört nicht weiter. Der Panzer bietet nämlich hervorragenden Schutz vor anderen Insekten und Stürzen von hohen Gewächsen. Ich konnte auch beobachten, dass sich dieser große Käfer von anderen Blütenbesuchern nicht stören lies. Egal ob Wespe oder andere Insekten, er blieb ruhig sitzen und lies sich nicht vertreiben. Auch der Angriff einer Hornisse die auf Beutezug war, hatte Probleme den Käfer zu packen.

Weitere Merkmale

Rosenkäfer adultRosenkäfer haben eine Größe von 0,8 bis 1,1 cm und haben eine leicht flache Körperform. Sie sind Mattbraun, schwarz bis lebhaft, grünlich glänzend, häufig mit metallischen oder emaileartigen Farben und in den kompliziertesten Mustern gezeichnet. Auch diese Käferart ist in Deutschland eine besonders geschützte Gattung aus der Familie der Blatthornkäfer. Deshalb wurde er im Jahr 2000 zum Käfer des Jahres ausgezeichnet und geehrt. Dadurch wollen namenhafte Insektenschützer und Biologen aus aller Welt diese Art schützen und unterstützen. Sie können das auch, indem Sie das was er mag im Garten liegen lassen und nicht sofort auf den Kompost werfen. Wollen Sie Ordnung im Garten, kein faules Obst am Boden? Dann können Sie lediglich durchs Umgraben gefundene Engerlinge mit in den Kompost einsetzen. Genauso gut wie Regenwürmer, verwerten und zersetzen die Engerlinge Ihre Grünschnitte zu reichhaltigen Humus.

Unterschied zwischen schädlichen Engerlingen und dem Rosenkäfer-Engerling

Finden sich beim tieferen Jäten oder Umgraben im Garten Engerlinge, dann können sicherlich wenige zwischen guten und „bösen“ Tieren entscheiden. Der Engerling des Rosenkäfers bewegt sich raupenartig nur auf dem Rücken davon und ist im Gegensatz zur Maikäferlarve hinten viel dicker! Das ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Arten. Lassen Sie diese bitte leben und setzen Sie diese wieder tiefer in die Erde ein. Alternativ ist das Einsetzen in den hauseigenen Kompost besser, da die Larven hier alles an Nahrung vorfinden. Nur all zu trocken darf der Kompost natürlich nicht sein. Halten Sie bitte den Kompost feucht! Maikäfer oder auch Junikäfer gehören auch zur Blatthornkäferfamilie.

 

Also keine Angst, der Rosenkäfer ist kein Schädling, sondern ein Schönling!

Finden Sie in Ihrem Kompost ca. 4 bis 5cm lange gekrümmte Larven die am Hinterlaib grau durchsichtig sind, so setzen Sie diese bitte sorgfältig und behutsam um, anstatt zu töten. Da derJahres 2000 Rosenkäfer in unseren Gefilden nicht in Massen vorkommt, kann man an seinem Flieder im Garten kleinere Fraßschäden auch gerne mal tolerieren. Es kommt ja mit Sicherheit nicht jedes Jahr vor das so etwas passiert, zumal die Lebenserwartung nach jahrelanger Entwicklung nur wenige Monate beträgt.

Gönnen und verzeihen Sie also kleinere Schäden. Mit der Kür zum Käfer des Jahres 2000, soll auch die besondere Schutzbedürftigkeit dieser Art präsent sein und jedem klar werden, dass diese Insekten nicht ohne ihre Umwelt leben können oder fortbestehen. Die Bundesartenschutzverordnung listet nicht nur Cetonia Aurata in dieser Liste auf, auch viele andere Arten dieser großen Käferfamilie sind des Schutzes durch uns Menschen würdig! Freuen Sie sich also, wenn Sie das Brummen hören und diesen Besuch im eigenen Garten haben.

 

 

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2 Antworten

  1. Christiane sagt:

    Rosenkäfer fressen Tomaten. Gesehen in meinen Schrebergarten. Liebe Grüße
    FB Ayla Buchs

    • André Schmidt sagt:

      Guten Abend und ein Hallo liebe Christiane. Rosenkäfer fressen allgemein gerne und ausschließlich abgestorbene Pflanzenteile. Tomaten? Das ist etwas ganz Verrücktes. Was genau hat denn dieser Rosenkäfer gefressen? Wobei hast Du den Käfer erwischt? Beim Fressen auf der Frucht, oder Pflanzenteilen? Gibt es eventuell ein Foto davon, was Du unserer Webseite zur Verfügung stellen würdest? Viele Grüße, das Team von gartenfachberatung-schmidt.de

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