Der Kompost im eigenen Garten. So wird´s gemacht!

Kompost, was ist das?Kuhdung

Kompost ist ein natürliches Verrottungsprodukt, welches den Gegebenheiten im normalen Boden gleichkommt. Hier laufen Prozesse ab, die man als Mineralisierung und Humifizierung bezeichnet. Hauptbestandteile des Kompost sind überwiegend organische Substanzen, wie zum Beispiel alle organischen Abfälle, auch aus dem Haushalt. Aus diesen Substanzen, wenn man es denn richtig macht, entsteht der wertvolle und beliebte Humus. Pflegt man seinen Kompost falsch, dann hat man nichts weiter als einen stinkenden Misthaufen, der natürlich keine Freude macht! Dabei ist das Anlegen eines eigenen Kompostplatzes eine wirklich einfache und effektive Möglichkeit, aus rein organischem Material wertvolle Komposterde für den eigenen Bedarf im Garten herzustellen. Nur so können alle organischen Substanzen den Pflanzen wieder verfügbar gemacht werden. Keine Inhaltsstoffe und Substanzen scheiden für immer aus, sondern bleiben erhalten. Der Waldboden, der nicht bewirtschaftet wird, ist ein gutes Beispiel. Wie auch Ihnen bester ökologischer Dünger gelingt, erfahren Sie Schritt für Schritt in diesem Beitrag.

Zusammensetzung des Kompost

Die Zusammensetzung des Humus besteht aus Kleinstlebewesen, Mineralien, organischen Subtanzen und Eiweißen. Die Beschaffenheit wird erdedurch die beigemischten unterschiedlichen Stoffe bewirkt. Humus ist eine dunkle, herrlich nach Waldboden fein duftende, lockere und krümelige Subtanz. Weiter enthält der Humus wichtige Stoffe wie:

  • Sauerstoff
  • Wasserstoff
  • Schwefel
  • Kohlenstoff (organischer Kohlenstoff ist wichtigster Bestandteil im Boden – Carbonat, Calcit, Dolomit)
  • Stickstoff (organischer Stickstoff kommt im Boden als Peptide und Proteine vor)
  • Phosphor

Diese Stoffe sind auch im Boden in natürlich vorkommenden organischen Verbindungen enthalten.

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre BIO – AbfälleBioabfälle können in den Kompost

Indem Sie Ihre Bioabfälle selbst kompostieren, nehmen Sie an ökologischen Kreisläufen teil und verstehen das Prinzip von natürlichen Stoffkreisläufen, wie sie in der Natur vorkommen. Dadurch können Sie den Bodenorganismus studieren, weil er sichtbar und verständlich aufzeigt, was bei der Verrottung passiert. Sie müssen sich nur dafür interessieren, sich mit den Grundregeln vertraut machen und schon haben Sie selbst hergestellte feinste und vor allem nährstoffreiche Erde, für Ihre selbst gezogenen Kulturen im Garten.

Sparen Sie Ihr Geld und die Ressourcen der Natur

Wer selbst kompostiert, spart bares Geld. Sie müssen nichts teuer und unnötig einkaufen. Es spart sich so auch recht viel Verpackungsmüll ein und der Lkw, der den Supermarkt anfahren und beliefern muss, bläst weniger schädliche Abgase in die ohnehin schon stark geschädigte Umwelt. Er müsste weniger sinnlos durch die Gegend fahren. Wobei ich mir wünschen würde, dass sich noch mehr Menschen aktiv für den Schutz der Natur beteiligen würden. Natürlich nicht nur mit einem kleinen Kompost in Haus, Garten oder Hof. Umweltschutz ist viel mehr als nur das! Außerdem werden die bei der Kompostierung entweichenden Gase wie Methan und Kohlendioxid gebunden.Umwelt

Was ist eigentlich Umweltschutz?

Der Umweltschutz, den sich in solchen Zeiten wie heute jeder Mensch annehmen muss, dient der Erhaltung der Natur, dem Schützen der Natur und unsere einmalige Natur nicht unwiederbringlich zu zerstören. Schützen Sie unsere Luft, das Wasser und den Boden unseres Heimatplaneten. Animieren und ziehen Sie andere Menschen mit! Wenn Sie es nicht tun und leben, wer dann?

Für wen ist Kompost interessant?

Einen Kompost anzulegen ist für all diejenigen interessant und sehr nützlich, die im Garten, auf dem Balkon und in der Wohnung Pflanzen im größeren Stil halten und anbauen wollen. Ist der eigene Bedarf daran kalkuliert, muss die Größe des Kompostplatzes auch dafür ausreichend angelegt werden. Rechnen Sie auf jeden Fall auch notwendigen Platz für das Umschlichten des Kompostes ein. Planen Sie die Fläche zu klein ein, ist diese Arbeit schwieriger und es macht weniger Freude sich dieser Aufgabe zu widmen.

Aller Anfang leicht gemachtSo sehen Schuhe aus!

Legen Sie den Platz für den Kompost so an, dass er nicht stört, aber dennoch leichtes Rankommen und Arbeiten ermöglicht. Wählen Sie keine direkte Sonnenlage, eher einen Halbschattenplatz. Der Kompost darf niemals austrocknen oder zu feucht sein. Ist er zu trocken, kommt der Verrottungsprozess zum Stehen. Ein sicheres Anzeichen dafür ist der Dauerbesuch von Ameisen, die man vermehrt sehen kann. Ist der Kompost zu feucht, riecht es unangenehm und alles fault vor sich her.

Kompost – was darf rein, was nicht?

Jeder Gärtner füttert seinen Kompost individuell. Meinungen und Ratschläge gehen bei diesem Thema breit auWas kommt in den Kompost und was nicht.seinander. Ich komme mit dem, was ich Ihnen berichten kann, sehr gut zurecht. Vor allem danken es mir meine vielen gesunden Pflanzen, Kulturen, Sträucher und Bäumchen in meinem Garten. Während ich Fleisch oder gar Fisch nicht kompostiere, versucht es der Nachbar gerne mit Nudeln, Käse und Wurstabfällen. Deswegen braucht er sich auch nicht zu wundern, wenn sein Misthaufen stinkt und fault. Wenn dann der Wind noch in meine Richtung weht, wird´s brenzlich. Außerdem lockt es viele Tiere an, die gerne zum Naschen kommen. Ob das Sinn macht, wage ich stark zu bezweifeln. Deswegen tun Sie das Richtige, wenn Sie keine Ratten, Mäuse, Katzen oder Waschbären in Ihren Garten locken möchten. Meine Grafik gibt Ihnen den nötigen Überblick.

Kompost anlegen, befüllen und pflegen in wenigen Schritten

Im Handel gibt es die verschiedensten Ausführungen zu kaufen. Ob Metall, Holz oder Kunststoffausführung, die Angebote und Preisklassen sind sehr unterschiedlich. Ich bin ein Freund vom selber Bauen und empfehle Ihnen den Werkstoff Holz. Haben Sie einen geeigneten Platz gefunden und den Komposter gebaut und aufgestellt kann es auch schon losgehen.Kompost-Wurm

Erster Schritt – Aller Anfang leicht gemacht

  • das zu kompostierende Biomaterial bringen Sie bitte in Schichten ein
  • erste Schicht auf den Erdboden legen (kein Boden mit Holz bauen, muss nach unten offen sein)
  • 1. Schicht circa 40 cm hoch mit Grünschnitt aller Art
  • 2. Schicht normale Gartenerde 20 cm hoch drüber
  • diese Schicht enthält den „Starter“, die Kleinstlebewesen
  • nun braucht der Starter auch Sauerstoff
  • 3. Schicht maximal 10 cm hoch, Kleingeschnittenes von Ästen und Sträuchern einlegen
  • und dann wieder von vorne mit Schicht 1 beginnen
  • so viel bis Sie die Oberkante des Komposters erreicht haben
  • jetzt den Kompost schließen
  • eine letzte Schicht Rasen drüberBunt
  • diese Schicht verhindert Fäulnis-Übersprung auf Ihre Pflanzen durch Insekten
  • ganz wichtig, schön feucht halten, aber nicht zu nass!

Zweiter Schritt – Umsetzen des Kompost

Ist nach einiger Zeit zu sehen, dass Ihr Kompost um ein Drittel eingesunken ist, geht es weiter an das Umschichten. Diese Maßnahme bewirkt, dass der Kompost durchgelüftet wird. Dazu verwenden Sie einen Spaten oder eine Grabegabel. So werden die innen liegenden Schichten nach außen und der Rest nach innen gemischt. Dieses Umschichten beschleunigt zusätzlich die Humifizierung. Hier können Sie auch erkennen, wie der Feuchtigkeitsgehalt des Materials ist. Ist es zu feucht, arbeiten Sie einfach etwas trockene Holzspäne ein. Prüfen Sie nochmals das Mischverhältnis der Substanzen.

Dritter Schritt – Feinster Kompost ist einsatzbereitfeinste Kompost Erde

Nach getaner Arbeit und neun Monaten Wartezeit, können Sie Ihren selbst hergestellten Kompost verwenden. Machen Sie den Test: Fühlt sich die Substanz fein-krümelig an, ist der Humus reif. Sieben Sie nun zusätzlich den Kompost durch, wenn Sie wollen, dass er noch feiner wird. Dafür können Sie sich schnell und einfach ein Wurfgitter zusammenschrauben. Die groben Rückstände dieser Kompostierung führen Sie einfach wieder der nächsten zu. Nichts muss verschwendet werden.

Zitrusfrüchte kompostieren?

Viele Gärtner fragen mich, ob man auch Organge, Zitrone und Co. auf den Kompost tun darf. Ja klar! Warum nicht? Zitrusfrüchte zersetzen sich aber etwas langsamer als das Gewohnte. Allerdings sind viele Früchte aus dem Markt gespritzt. Das ist ganz klar schädlich für viele wichtigen Organismen im Kompost. Haben Sie Zitrusfrüchte selbst angebaut und wollen Schalenreste kompostieren, ist das völlig ok. Denn das ist zu 100% BIO.

Mein Fazit

Die Entscheidung, einen Kompost im eigenen Garten zu haben, ist prima. Diese Mühe lohnt sich immerzu, wenn Sie wissen können, dass Sie immer frischen Dünger für Ihre Pflanzen parat haben, wenn Sie diesen brauchen. Wenn Sie meine Regeln befolgen, werden Sie selbst sehen, dass sich diese Investition allemal bezahlt macht.

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